Ich werde so oft gefragt, wie so mein Training in der Regel aussieht und wie ich mich immer wieder zum Sport motiviere. Ob ich denn keinen inneren Schweinehund hätte?
Ja doch, den kenne ich natürlich. Vor allem als ich mit dem Sport angefangen habe und noch keine wirkliche Routine darin hatte, hat er sich schon öfter mal gemeldet. Heute ist er mittlerweile nur noch ein kleines Hündchen, das ab und an mal vorbeischaut, sich aber nie durchsetzen kann.

Warum? Ich habe Spaß am Training, Sport ist mein Hobby und keine leidige Verpflichtung.
Wie ich Sport zu meinem Vergnügen gemacht habe? Ich habe für mich die perfekte Trainingsroutine gefunden, die mich motiviert, mir hilft meine Fitnessziele zu erreichen und einfach perfekt zu meinen Bedürfnissen passt. Das perfekte Training sieht natürlich für jeden Menschen anders aus.

Deswegen zeige ich dir jetzt ein paar meiner Tipps & Tricks, wie du für dich ganz individuell das perfekte Training findest, das dir Spaß macht und das du auch langfristig durchziehen wirst.

#1 Setz dir ein Ziel.

Das A und O bevor du mit dem Training beginnst, ist es dir ein klares Ziel festzulegen. Denn das entscheidet maßgeblich darüber wie dein Trainingsplan später aussehen wird. Grundsätzlich kann man zwischen drei Zielen unterscheiden: du möchtest abnehmen, du möchtest zunehmen bzw. Masse aufbauen oder du möchtest gezielt Muskeln aufbauen bzw. deinen Körper definieren. Je nach Ziel legst du den Fokus bei deinem Training etwas anders. Wenn du Muskeln aufbauen willst, wird es dir wenig helfen, wenn du ausschließlich Cardio trainierst. Du verstehst was ich meine.
Aber nicht nur für die Ausrichtung deines Trainings ist das Ziel wichtig. Es ist auch dein Motivator und Antreiber. Denn wenn du dir ein konkretes Ziel gesetzt hast (je konkreter desto besser), dann kannst du auch immer wieder überprüfen, ob du diesem Ziel schon näher gekommen bist. Diese kleinen Checks sind unglaublich motivierend und werden dir bei Durchhängern einen richtigen Motivationsschub geben.

#2 Dein Alltag ist der Schlüssel.

Dein Alltag ist die Nr. 1 Hürde, die du für einen sportlichen Lebensstil überwinden musst. Warum? Ganz einfach, er besteht aus Gewohnheiten, die du vielleicht schon seit Jahren so machst. Er ist deine Komfortzone und aus dieser Wohlfühlzone herauszutreten und etwas zu tun, das erstmal so gar nicht zu deinen Gewohnheiten passt, widerstrebt dir, deinem Geist und deinem Körper sehr. Menschen sind nunmal Gewohnheitstiere. Deswegen ist es so wichtig, dass du dein Training so gut es geht in deinen Alltag integrierst. Wenn du beispielsweise nur sehr wenig Freizeit hast und dir dann vornimmst jeden Tag mindestens 1 bis 2 Stunden zu trainieren, dann wird das ganz schnell in die Hose gehen. Du kannst oftmals deine regelmäßigen Abläufe und Verpflichtung leider nicht so ändern, wie du es gerne hättest, also musst du, wenn du regelmäßig Sport machen möchtest, versuchen diese Einheiten so anzupassen, dass sie leicht  zu integrieren sind.
Versuche Sport zu einem festen Bestandteil in deinem Alltag zu machen. Vielleicht kannst du ja hier meinen Trick anwenden aus diesem Post anwenden: knüpfe dein Training an eine bestehende Gewohnheit und mache es dir damit leichter, diese regelmäßig durchzuziehen.
Sehr hilfreich ist es übrigens auch, wenn du dir feste Zeiten in deinem Kalender für dein Training blockst. So ist der Sport erstmal eine klare Verpflichtung, die du immer vor Augen hast. So kommst du auch gar nicht erst in Versuchung deine Trainingszeit für etwas anderes zu verwenden.

#3 Mach dir einen Plan.

Du solltest allerdings nicht nur planen wann du ins Training gehst, sondern auch vorher festlegen, was du dort machen möchtest. Sonst kann es nämlich ganz schnell passieren, dass du vollkommen ratlos im Fitnessstudio stehst, mal einen Satz an dem Gerät machst, weitergehst zu den Bauchübungen und am Ende ein unbefriedigendes, vollkommen planloses Training hinter dir hast, das dich deinem Ziel vermutlich nicht wirklich näher gebracht hat.
Gerade wenn du erst anfängst dich mit deiner eigenen Fitness zu beschäftigen, fällt es dir verständlicherweise anfangs schwer einfach zu improvisieren. Dafür fehlt dir einfach noch die Erfahrung. Selbst ich bin vollkommen verloren, wenn ich ohne Plan ins Fitnessstudio gehe. Klar mittlerweile habe ich meine Standardübungen, aber irgendwie fühlt es sich einfach besser an, wenn man schon vorher genau weiß, was heute auf einen zukommt. Deswegen ist es gerade für Einsteiger unerlässlich einen Trainingsplan zu haben.
Den macht dir entweder dein Trainer im Fitnessstudio oder, du erstellst ihn dir einfach selbst.
Wie das geht, zeige ich dir in einem meiner nächsten Posts.

#4 Eins nach dem anderen.

Deine Motivation wird am Anfang vermutlich super hoch sein. Du möchtest am liebsten jeden Tag dein neues Training machen, damit es ganz schnell zur Gewohnheit wird und du erste Erfolge siehst. Das ist löblich und vollkommen normal, aber erinnere dich immer daran, dass diese Motivation zwar dein Antreiber ist anzufangen, aber nicht für immer da sein wird. Deswegen, übertreib es am Anfang nicht gleich, sondern schätze dich und deine Fitness realistisch ein und plane auf dieser Basis dein Training. Wenn du nach einer gewissen Zeit merkst, dass du super viel Spaß am Sport hast und statt 3 Mal lieber 4 Mal in der Woche ins Gym gehen möchtest, weil es sich auch perfekt in deinen Alltag integrieren lässt, dann mach das.
Überfordere dich einfach nicht gleich am Anfang und höre vor allem auf deinen Körper.
Ganz wichtig! Pausen sind mindestens genauso wichtig wie deine Trainingsroutine. Denn gerade während den Auszeiten kann sich dein Körper erholen, die Muskulatur regenirren und aufbauen. Eine bewusste Trainingspause einzulegen ist etwas anderes als sich von seinem inneren Schweinehund einreden zu lassen, dass es doch heute viel zu kalt ist fürs Training, dass es auf der Couch viel schöner ist und dass du ja auch wirklich keine Lust hast. Das sind einfach nur Ausreden und wenn du immer wieder auf die hörst, wirst du niemals deine Fitnessziele erreichen.

Manchmal musst du einfach den Willen aufbringen dich aufzuraffen und zum Training zu gehen. Die Lust und der Spaß an der Sache kommen dann sowieso von alleine wenn du erstmal dabei bist oder spätestens dann, wenn du mit dem Training fertig und unglaublich stolz auf dich bist,dass du es doch durchgezogen hast.
Falls es dir häufiger schwer fällt deine gesteckten Ziele zu erreichen, dann ist vielleicht auch mein Artikel „Wie du deine Ziele in 5 einfachen Schritten erreichst“ etwas für dich.
Und, wenn der innere Schweinehund doch mal größer war als dein Wille und du auf der Couch geblieben bist, dann macht das nicht dein gesamtes Training zunichte und du bist deswegen auch kein schlechterer Mensch. Sei da ruhig ein bisschen nachsichtig mit dir und versuche einfach so schnell es geht wieder zu deiner normalen Routine zurückzufinden.

#5 Hab Spaß!

Eigentlich müsste dieser Tipp über allen anderen stehen, denn ohne Spaß an der Sache, werden dir all die anderen Tricks nichts bringen. Zumindest war es bei mir so. Früher habe ich immer mal wieder Sport gemacht. Mal bin ich ein paar Kilometer gejoggt, dann wieder eher unfreiwillig am Wochenende mit meinen Eltern Fahrrad gefahren. Wirklich Spaß am Sport selbst hatte ich dabei nicht.

Erst als ich mich im Fitnessstudio angemeldet und dort an den ersten Kursen teilgenommen habe, hatte ich richtig Freude beim Training. Ich weiß nicht, ob es an der Musik, den Trainern und der Gruppendynamik lag, aber irgendwie hatte ich Gefallen am Sport gefunden. Mein Ehrgeiz hatte mich gepackt, jetzt wollte ich stärker werden, Muskeln aufbauen und richtig fit werden. Und je öfter ich zu den Kursen ging, umso mehr Erfolge konnte ich sehen, sowohl an meinem Körper als auch bei meinem Selbstbewusstsein. Je leichter mir die gewohnten Übungen fielen, umso mehr traute ich mir zu und wagte es auch andere Sportarten zu testen, die mir vorher zu anstrengend waren. So habe ich dann auch meine Liebe zum Joggen entwickelt. Was anfangs noch eine Quälerei war, weil mir einfach die nötige Ausdauer und die Kraft in den Beinen fehlten, wurde schon bald zu meinem heißgeliebten Ausgleich zum Krafttraining.

Welche Sportart dir Spaß macht, musst du natürlich selbst herausfinden. Aber ich bin der Meinung, dass es für jeden Menschen die eine Sportart gibt, die perfekt zu ihm passt und auch noch Spaß macht.

Noch heute probiere ich immer wieder neue Sportarten aus, stelle mich neuen Herausforderungen, wachse über mich selbst hinaus und habe so immer wieder ein wenig Abwechslung in meinem Trainingsalltag. Langweile? Kenne ich nicht.

#6 Ernährung nicht vergessen.

Deine Ernährung trägt ca. 70 bis 80% dazu bei, ob dein Training Erfolge zeigt. Du kannst dich noch so sehr im Training abrackern, wenn du danach nur Burger und Pommer isst, wirst du niemals Erfolge sehen. Da das sehr demotivierend sein kann, ist es also unerlässlich, dass deine Trainingsroutine von einer gesunden Ernährung begleitet wird.
Zu dem ganzen Thema Ernährung werde ich auch noch einen ausführlichen Blog-Beitrag verfassen.

 

Solltest du zu diesem Artikel noch Fragen und Anregungen haben oder ganz einfach allgemeine Fragen an mich zum Thema Fitness-Lifestyle, dann schreib mir sehr gerne hier oder auf meinem Instagram-Account @fitfoodgirll . Ich würde mich sehr freuen!

Fühl dich umarmt,

Deine Laura