Fett macht fett, das weiß doch jeder! Ja, zumindest denken das immer noch die meisten Menschen. Dieser Mythos, der wirklich reinster Blödsinn ist, geistert leider in vielen Köpfen herum.

Betracht man sich die Menge an Kalorien pro 1 Gramm, dann schneiden die Fette wirklich schlecht ab. Im Vergleich zu Proteinen und Kohlenhydraten weisen diese mit 9kcal/g deutlich mehr Kalorien pro Gramm auf, als die anderen beiden Makronährstoffe. Diese haben lediglich 4 Kcal / g.

Bei dieser Betrachtung wird allerdings vernachlässigt, dass Fette für unseren Körper essentiell sind und sogar beim Abnehmen helfen können.

 

Mittlerweile haben Studien gezeigt, dass fettbetonte Diäten wesentlich erfolgsversprechender sind, als beispielsweise Diäten, bei denen hauptsächlich Kohlenhydrate (high-carb / low-fat) verzehrt werden.

Darüber hinaus, tragen gesunde Fette zu einem niedrigen, stabilen Blutzucker- und Insulinspiegel bei.

Warum das wichtig ist? Ganz einfach, wenn dein Blutzuckerspiegel stark schwankt und sozusagen Achterbahn fährt, führt das dazu, dass du Heißhunger bekommst und dein Körper eher dazu tendiert Fett in deinen Zellen zu speichern.

Die richtigen Fette regulieren nicht nur deinen Blutzuckerspiegel, sondern steigern zudem die Fettverbrennung, regulieren deinen Appetit und reduzieren sogar deine körpereigenen Fettdepots.

Kurz gesagt, die richtigen Fette machen dich schlank und gesund, während dich die falschen Fette (vor allem in Kombination mit Zucker) krank und dick machen.

 

Doch was sind nun gute Fette? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns den Aufbau der unterschiedlichen Fettarten anschauen, denn hiervon hängt ihre Wirkung auf unseren Körper ab.

Es gibt gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Gesättigte Fettsäuren haben eine feste Konsistenz (z.B. Butter, Kokosfett), sind recht hitzestabil und eignen sich daher gut zum Braten. Allerdings bergen sie gesundheitliche Risiken, da sie mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Darum sollten wir von dieser Sorte so wenig wie möglich zu uns nehmen.

 

Einfach ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Olivenöl vorkommen, haben im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren einen positiven Einfluss auf die Zusammensetzung des Blutes und können daher Gefäßerkrankungen entgegenwirken.

Diese beiden Fettarten kann der Körper selbst herstellen, daher müssen wir diese eigentlich gar nicht über die Nahrung zu uns nehmen.

 

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren dagegen sind essentiell, das bedeutet, dass wir sie müssen über die Nahrung aufnehmen müssen.

Zu dieser Gruppe gehören die bekannten Omega-3-Fettsäuren, welche eine große, gesundheitsfördernde Wirkung auf deinen gesamten Organismus haben.

Sie tragen beispielsweise zu einer optimalen Gehirnfunktion bei, indem sie die Kommunikation zwischen den Gehirnzellen in Gang zu bringen.

Außerdem wurde in Studien bewiesen, dass sie einen positiven Einfluss auf dein Wahrnehmungs- und Erinnerungsvermögen, deine Lernfähigkeit sowie deinen allgemeinen Gemütszustand haben.

Ein Omega-3-Defizit wird sogar mit einem erhöhten Risiko für Depressionen, Angstzustände und anderen psychischen Krankheiten in Verbindung gebracht.

 

Beim Thema gesunde Fette geht es also um weitaus mehr als dein Körpergewicht!

Wenn du sie in einem ausgewogenen Maße zu dir nimmst, wirst du nicht fett, sondern fit und gesund! Darum ist es so wichtig darauf zu achten, dass du diese über die Nahrung möglichst täglich in ausreichender Menge zu dir nimmst. Generell gilt, wie auch bei allen anderen Lebensmitteln, je natürlicher und unverarbeiteter, desto besser.

 

Gesunde Fette findest du zum Beispiel in:

  • Oliven-, Walnuss- oder Leinöl,
  • Avocados,
  • Frische Oliven,
  • Nüsse (Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Cashewkerne, Macadamianüsse)
  • Samen und Kerne (Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Sesam, Lein-, Chia-, Hanfsamen)

 

Achte doch das nächste Mal, wenn du im Supermarkt bist ein wenig genauer auf die Liste der Inhaltsstoffe deiner Lieblingsprodukte. Oft verstecken sich ungesunde Fette von minderwertiger Qualität, wie Mais-, Soja- und sogar Palmöl in scheinbar gesunden Lebensmitteln (z.B. Müsli).