Iss keine Kohlenhydrate, iss keine Fette, iss nicht nach 18 Uhr… Täglich gibt es neue, meist widersprüchliche Aussagen über Diäten, Ernährungstrends und den gesundheitlichen Wert verschiedener Lebensmittel.

Glaub nicht einfach alles, was du da ließt, sondern fange an die Empfehlungen kritisch zu hinterfragen. Meist picken Zeitschriften besonders aufmerksamkeitswirksame Aussagen aus Studien heraus, um so mehr Leser zu generieren. Oder die zitierten Studien müssen mit Vorsicht gelesen werden, da sie von großen Konzernen oder ganzen Industriezweigen (z.B. Milchindustrie) finanziert wurden.

Heute versuche ich 5 aktuelle Ernährungsmythen auf den Grund zu gehen.

 

Vegan ist automatisch gesund

Eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise ist nicht zwangsläufig gesünder als eine, die tierische Produkte enthält. Ich bin selbst Veganerin und bin absolut davon überzeugt, dass diese Ernährung für mich aktuell genau richtig ist. Genauso bin ich aber auch davon überzeugt, dass jeder Körper anders ist und es nicht DIE EINE gesunde Form der Ernährung gibt. Ich habe schon viele Veganer gesehen, die sich fast ausschließlich von Fertigprodukten und Süßigkeiten ernähren. Das ist definitiv weder gesund, noch im Sinne eines ausgewogenen, pflanzenbasierten Essverhaltens.

 

Kohlenhydrate sind ungesund!

Das ist wirklich kompletter Blödsinn! Ich bin immer wieder überrascht, wie hartnäckig sich dieser Mythos in den Köpfen hält. Kohlenhydrate gehören zu den essentiellen Makro-Nährstoffen, die dein Körper braucht, um optimal funktionieren zu können. Obst und Gemüse, die bekanntlich zu den gesündesten Lebensmitteln zählen sind ebenfalls Kohlenhydrate. Genauso wie diese sind auch andere Carb-Quellen, wie zum Beispiel Hülsenfrüchte, Reis, Haferflocken, oder Pseudogetreide voll von B-Vitaminen und präbiotische Ballaststoffe. Was sie wiederrum zu einem perfekten Lebensmittel für deinen Darm macht.

Ja du wirst im Supermarkt sicherlich einige Produkte finden, die ungesund und gleichzeitig reich an Kohlenhydraten, aber das ist doch kein Grund einen so essentiellen Nährstoff zu verteufeln und vom Speiseplan zu streichen.

 

Fettarm ist gesünder

Fettarme Versionen eines Lebensmittels werden allgemein für die gesündere Wahl gehalten. Schließlich bedeutet fettarm ja gleichzeitig auch kalorienarm, oder? Das trifft leider in den seltensten Fällen zu. Die meisten Light-Produkte sind voll von Zucker, Süßstoffen oder anderen ungesunden, industriell hergestellten Inhaltsstoffen, die als Geschmacksträger dienen.

Diese sind nicht nur schlecht für deinen Körper (Süßstoffe können sich beispielsweise negativ auf deine Darmflora auswirken), sondern können sogar Heißhungerattacken begünstigen.

Vollfett-Varianten sättigen nicht nur länger, sondern sind tendenziell auch weniger verarbeitet. Tatsächlich ist es immer wesentlich gesünder die unverarbeitete, vollwertige, vollfett Variante eines Lebensmittels zu essen.

 

Öl ist ungesund

Öl ist eines meiner liebsten Zutaten in der Küche. Es kann so gesund sein für deinen Körper, sofern du das richtige verwendest. Extra Virgine Olivenöl nutze ist eigentlich täglich. Es ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren, welche deine Herzgesundheit unterstützen und Polyphenole, die stark antioxidativ wirken.

Außerdem benötigt dein Organismus gesunde Fette, um Vitamine wie beispielsweise Vitamin A aus der Nahrung aufnehmen und verarbeiten zu können.

Natürlich gilt auch hier, wie bei deiner gesamten Ernährung: Genuss in Maßen.