Egal wie flach mein Bauch am morgen war, ich konnte mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass er nach der ersten Mahlzeit, jedoch spätestens am Mittag doppelt so dick war. Damals dachte ich noch, dass das so sein müsste. Schließlich aß ich ja und irgendwo musste die Nahrung ja hin.
Ja natürlich wirst du nach dem Essen immer eine kleine oder auch größere Wölbung am Bauch haben. Dein Bauch freut sich eben über die Nahrung und lächelt. Aber er muss nicht den ganzen Tag über so aussehen, auch wenn die letzte Mahlzeit bereits mehrere Stunden her ist und er muss schon mal gar nicht schmerzhaft aufgebläht sein.

Da ich generell einen sehr empfindlichen Magen habe, kommt es bei mir immer noch hin und wieder vor, dass mein Bauch nach dem Essen unnatürlich angeschwollen ist, aber das ist ok. Denn meist weiß ich dann ganz genau was ich „falsch“ gemacht habe und bin mir dessen bewusst, dass ich mit einem anderen Verhalten schon bald wieder meinen normalen Bauch habe.

Im Laufe der Jahre habe ich einige hilfreiche Tipps gesammelt und mir angeeignet, die meinem Bauch richtig gut tun.

#1 Wasser

Ich trinke ausschließlich Wasser oder Tee. Bei der Auswahl meines Wassers bin ich daher auch sehr penibel. Es sollte Zimmertemperatur haben und still sein.
20 Minuten vor und nach der Mahlzeit vermeide ich das Trinken komplett, da dadurch die Magensäfte verdünnt werden. Das wiederum macht es deinem Magen schwerer zu verdauen.
Übrigens solltest du auch genügend über den Tag verteilt trinken, denn deine Verdauung benötigt zum arbeiten ausreichend Flüssigkeit.

#2 Kein Stress

Das ist der Punkt an dem ich noch am meisten arbeiten muss. Ich habe nämlich leider die Tendenz dazu bei Stress nur schnell und nebenbei zu essen. Der unterbewusste Stress den ich dabei empfinde, wirkt sich sofort auf meinen Magen aus. Ein großes Foodbaby ist dann vorprogrammiert. Besser ist es dich entspannt hinzusetzen, dein Essen bewusst zu genießen und alle anderen Gedanken für den Moment zu verbannen.

#3 Genügend kauen

Um beim Essen noch achtsamer und lieber im Moment zu sein statt dich mit stressigen Gedanken zu beschäftigen, empfehle ich dir ausreichend zu kauen. So leistest du auch schon einiges an wertvoller Vorarbeit für deinen Magen, sodass dieser am Ende weniger Arbeit hat.

#4 Kleine Mengen

Unser Körper liebt kleine Portionen. Jede zu verdauende Mahlzeit kostet ihn Kraft und das braucht Energie. Je geringer die Menge umso kürzer ist die Verdauungszeit und die Arbeit, die dein Magen damit hat.

#5 Keine Fertigprodukte

Bei abgepackten Speisen helfen auch keine kleinen Portionen mehr. Die Zusatzstoffe, die diese Produkte enthalten sind nicht nur ungesund, sondern können deinen Magen-Darm-Trakt aufwühlen und irritieren, was zu Blähungen und einem Völlegefühl führt. Außerdem neigst du dazu dich an diesen Lebensmitteln zu überessen, da dein Körper aufgrund der künstlichen Zusätze nicht mehr in der Lage ist wahrzunehmen, wann er satt ist.

#6 Zuerst das Obst

Es kommt nicht nur darauf an was du isst und wie viel, sondern auch in welcher Reihenfolge.
Nein ich drehe jetzt nicht vollkommen durch und übertreibe es.

Das Essen, das du zu dir nimmst, vermischt sich in deinem Verdauungstrakt nicht, sondern wird genau in derselben Reihenfolge verdaut, wie du es ursprünglich gegessen hast.
Isst du nun beispielsweise zuerst ein Hauptgericht bestehend aus Hühnchen, Reis und Gemüse und gönnst dir danach einen Obstsalat, dann erscheint das erstmal als eine ziemlich gesunde Mahlzeit.
Ist sie auch, aber trotzdem bist du danach müde und hast einen dicken Bauch. Warum?

Dein Magen benötigt für Lebensmittel unterschiedlich viel Zeit und Aufwand um diese zu verdauen.
Die Verarbeitung von Fleisch dauert beispielsweise je nach Sorte 2 – 5 Stunden!
Eine Wassermelone dagegen ist in 15 bis 20 Minuten verdaut. Durch die längere Verdauungszeit bleibt dein Obstsalat, obwohl er leicht und vor allem schnell verdaulich ist, oben auf der Hauptmahlzeit liegen und wartet bis er dran ist. Nun wartet er allerdings nicht einfach so, sondern fängt an zu gären.
Die Folge: Blähung.
Wenn du mehr zu dem Thema erfahren möchtest, dann empfehle ich dir die Forschungen von dem amerikanischen Arzt Dr. Stanley Bass.

#7 Ballaststoffe

Ballaststoffreiche Lebensmittel, wie Haferflocken oder Äpfel sind sehr gesund für deinen Verdauungstrakt. Allerdings verlangen sie ihm auch wesentlich mehr ab, als eine Scheibe Toast. Obwohl das Rumpeln in deinem Bauch nach einer ballaststoffreichen Mahlzeit eher von einem glücklich vor sich hinarbeitenden Magen herrührt, solltest du dir einfach darüber bewusst sein und an Tagen an denen du einen super flachen Bauch haben möchtest, solche Lebensmittel eher meide.

#8 Bewegung

Zum Schluss noch ein Tipp, der mal nichts mit dem Essen zu tun hat. Moderate Bewegung, wie Gehen, entspanntes Joggen oder Schwimmen, bringen den Darm sanft in Schwung und helfen so gegen Blähungen.

 

Du siehst, es ist also nicht wirklich schwer den ganzen Tag über einen flachen Bauch zu haben. Du musst dazu nur ein paar kleine Tricks beachten.
Wenn du noch mehr zum Thema gesunde Lebensweise erfahren möchtest, schau dir doch mal mein E-Book an.

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