„Nur 1-2 Kilo, mehr möchte ich ja gar nicht abnehmen.“ Kennst du diesen Gedanken? Ich glaube, ich habe bisher kaum jemanden getroffen, der sich nicht gewünscht hätte wenigstens ein bisschen weniger zu wiegen. Mal ganz absehen davon, dass die Zahl auf der Wage rein gar nichts über deine körperliche Gesundheit aussagt und vollkommen überbewertet wird, ist der Wunsch nach einer guten Figur doch für die Meisten sehr präsent.

Doch, warum klappt das nicht? Warum bleiben die Kilos hartnäckig an deinen Hüften? Das Grundprinzip der Gewichtsreduktion ist ja eigentlich ganz einfach. Wenn du weniger Energie in Form von Nahrung aufnimmst, als dein Körper benötigt, führt das dazu, dass die fehlende Energie über Reserven (unter anderem die Fettdepots) gedeckt werden. Die Folge, du nimmst ab.

Doch leider oder sagen wir lieber zum Glück, ist unser Körper wesentlich komplexer als ein Verbrennungsmotor. Daher klappt es manchmal einfach nicht mit dem Abnehmen, obwohl du deiner Meinung nach alles richtig machst.

Jeder Körper ist individuell, daher gibt es keine Patentlösung fürs Abnehmen, aber es gibt 4 Gründe, die häufig verhindern, dass du abnimmst:

Deine Energiebilanz ist nicht negativ

Wie ich eingangs bereits erwähnt habe, ist das Prinzip des Abnehmens erstmal relativ simpel: deine Energiebilanz muss negativ sein. Das bedeutet, du nimmst weniger Kalorien zu dir als du benötigst. Doch woher weißt du eigentlich wie viel Kalorien du jeden Tag im Alltag oder beim Sport verbrauchst? Leider sind die meisten Online-Kalorienrechner nicht allzu zuverlässig. Ein Ernährungsberater oder Fitness-Trainer könnte dir annähernd deine Gesamtbilanz (Grundumsatz zzgl. Umsatz durch Bewegung) berechnen.

Gehen wir mal davon aus, du kennst deinen Kalorienbedarf, dann passiert es trotzdem sehr häufig, dass man die Kalorien eines Lebensmittels unterschätzt bzw. die durch den Sport verbrauchten Kalorien überschätzt. Die Folge: eine positive oder neutrale Energiebilanz. Bevor du also akkribisch versuchst deine Kalorien zu zählen (was eben nie zu 100% funktioniert) solltest du lieber deinen Fokus auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung setzen mit Lebensmitteln, die nährstoffdicht und kalorienarm sind (z.B. Obst und Gemüse).

Du isst zu wenig

Du wirst dich jetzt sicherlich fragen „es geht doch beim Abnehmen darum weniger zu essen, als man benötigt?“. Ja das ist richtig, aber trotzdem sollte man weniger essen nicht mit zu wenig verwechseln. Idealerweise reduzierst du während einer Diät deine Kalorienaufnahme um ca. 200 bis 500 kcal. Alles was darüber hinaus geht und länger als 3 Tage dauert versetzt deinen Körper in eine Art Notfall-Modus.

In der Folge versucht er alle verfügbaren Kalorien so effizient wie möglich zu nutzen und reduziert den Energiebedarf deines Körpers deutlich. Schließlich geht es für ihn gerade ums Überleben. Dadurch werden logischerweise alle Prozesse, die zur Gewichtsreduktion bzw. dem Muskelaufbau dienen runtergefahren. Sie dienen schließlich nicht der Lebenserhaltung.

Du isst also schon sehr wenig und nimmst trotzdem nicht ab. Das schlimmste kommt aber dann, wenn du wieder anfängst normal zu essen. Dein Körper schaltet nun in den Reservemodus. Das bedeutet, er hortet alle Energie, die er bekommen kann in deinen Fettdepots. Das ist der sogenannte Jo-Jo-Effekt.

Du hast ein Plateau erreicht

Am Anfang deiner Diät konntest du schon fast zusehen, wie die Pfunde gepurzelt sind, doch irgendwann hat die Zahl auf der Waage stagniert und wollte einfach nicht mehr weniger werden. Sei beruhigt, das ist ganz normal. Bei einer Gewichtsreduktion passieren nämlich 2 Dinge. Einerseits reduzierst du mit deinem Gewicht auch gleichzeitig deinen Kalorienbedarf. Das bedeutet, dass du deine aufgenommene Energiemenge nach einer gewissen Zeit nochmals prüfen und gegebenenfalls anpassen musst, um weiter abzunehmen. Hier kann dir ein Experte am besten mit einer individuellen Analyse deines Kalorienbedarfs und deiner täglichen Ernährung helfen.

Andererseits baust du ja auch Muskulatur auf (vorausgesetzt du treibst während der Diät Sport). Muskeln sind schwerer als Fett, daher scheinst du nicht mehr an Gewicht zu verlieren. Daher empfehle ich grundsätzlich die Zahl auf der Waage zu ignorieren und lieber darauf zu vertrauen wie du dich fühlst.

Du isst das „Falsche“

Gerade Fast Food und andere stark verarbeitete Lebensmittel haben nicht nur eine hohe Energiedichte (viele Kalorien), sondern bringen gleichzeitig unerwünschte Zusatzstoffe mit sich, die das Gleichgewicht deines Körpers durcheinander bringen. Das kann beispielsweise zu Wassereinlagerungen oder einem Blähbauch führen. Du reduzierst also vielleicht sogar dein Gewicht, aber du fühlst dich weiterhin unwohl, aufgedunsen und „schwammig“, weil dein Körper mit den ganze Zusatzstoffen zu kämpfen hat.

Versuche daher lieber auf natürliche, unverarbeitete Lebensmittel zurückzugreifen. Solltest du bisher eher ballaststoffarm gegessen haben, dann fange langsam an Ballaststoffe in deine Ernährung zu integrieren. Selbst wenn diese Form der Kohlenhydrate sehr gesund sind für deinen Körper, so musst du dich doch erst einmal an die Verarbeitung gewöhnen. Ballaststoffe sind schwer verdaulich und können daher, obwohl sie gesund sind, auch Blähungen und Völlegefühl hervorrufen.

Falls du eine kostenlose Beratung im Bereich Ernährung benötigst, dann schau doch mal hier vorbei oder schreib mir. Ich helfe dir gerne.

Ich hoffe diese kurze Übersicht über die 4 gängigsten „Abnehm-Fehler“ hat dir geholfen.